Crit’Air-Vignette 2026 in Frankreich

Crit’Air-Vignette 2026 in Frankreich

Crit’Air-Plakette in Frankreich: Draufkleben und losfahren – wie lange noch?




Das kleine Rund mit der großen Wirkung wackelt politisch. Trotzdem: Wer in diesem Frühjahr nach Frankreich rollt, braucht die Plakette. Kein Wenn, kein Aber.

Manchmal wünscht man sich, politische Entscheidungen wären so zuverlässig wie ein gut eingefahrenes Fahrwerk. Beim Thema Crit’Air ist das leider nicht der Fall. Seit Monaten kursieren Meldungen, die Franzosen würden ihre Umweltzonen abschaffen – und damit auch das bunte Pickerl, das Motorradreisende seit 2017 in die Pflicht nimmt. Stimmt das? Halb. Das heißt: Nein.

Was in Paris gerade politisch läuft

Im Mai 2025 stimmte die Nationalversammlung erstmals für eine Abschaffung der ZFE – der Zones à Faibles Émissions – im Rahmen eines Wirtschaftsvereinfachungsgesetzes. Klingt nach Durchbruch. Ist es aber nicht, denn seither hängt das Vorhaben im parlamentarischen Betrieb fest? Eine endgültige Entscheidung gibt es bis heute nicht. Fazit aller Verkehrsclubs: Die Plakette ist weiterhin verpflichtend.

Selbst wenn das Gesetz kommt, drohen weitere Hürden: Der Verfassungsrat könnte die ZFE-Streichung noch kassieren, weil sie als Anhängsel in ein Wirtschaftsgesetz eingebaut wurde. Brüssel wiederum fragt bereits nach EU-Fördergeldern, die auf Basis der Umweltzonen geflossen sind.

Kurzversion für den Tourenstammtisch: Wer im Frühjahr 2026 in Richtung Provence, Seealpen oder Atlantikküste aufbricht, klebt die Plakette drauf und fertig.

Was die Vignette ist – und was nicht

Die Crit’Air gilt überall in Frankreich einheitlich – in den festen Umweltzonen ganzjährig, in den temporären Zonen (ZPA) nur bei ausgerufenem ‘Luftalarm’. Und Luftalarme wegen schlechter Luft können schnell kommen: im Rhônetal, in Ballungsräumen wie Grenoble oder Lyon, entlang mancher Autobahnen.

Für Motorräder gelten folgende Klassen: Crit’Air 1 (lila) für Euro-4-Maschinen ab 2017, Crit’Air 2 (gelb) für Euro 3 zwischen 2007 und 2016, Crit’Air 3 (orange) für Euro 2 von 2004 bis 2006, Crit’Air 4 für Maschinen ohne Norm zwischen 2000 und 2004. Wer mit einem Motorrad fährt, das vor Juni 2000 zugelassen wurde, bekommt gar keine Plakette – und darf damit entsprechend keine gesperrten Zonen befahren.

Pech für Bikes vor Baujahr 2000: oder doch Oldtimer?

Ältere Maschinen mit H-Kennzeichen stehen in einer rechtlichen Grauzone: Eine bundesweit gültige Ausnahmeregelung gibt es nicht, manche Kommunen tolerieren Oldtimer auf Antrag.


Das Bußgeld reist mit – europaweit

68 Euro kostet es, ohne oder mit falscher Plakette in einer Umweltzone erwischt zu werden. Mit Verwaltungsgebühren landet man schnell über der 70-Euro-Grenze – und die ist der Schwellenwert, ab dem das Knöllchen europaweit vollstreckbar wird. Wer also denkt, er fährt einfach durch und zahlt daheim nie: falsch gedacht.

Wo klebt das Ding am Motorrad?

Bei Motorrädern, Trikes und Quads ohne Windschutzscheibe muss die Plakette deutlich sichtbar an einem fest mit dem Fahrzeug verbundenen Teil angebracht werden. In der Praxis hat sich der rechte Gabelholm bewährt – oder bei Maschinen mit Scheibe die Innenseite eben dieser. Wer die Plakette schützen will: Eine transparente Selbstklebefolie darüber hält Regen und Fahrtwind zuverlässig fern.

Wo bestellen – und wo nicht

Finger weg von Drittanbietern im Netz, die die Plakette teuer weiterverkaufen. Die einzige offizielle Quelle ist **certificat-air.gouv.fr/de/** – auf Deutsch, für rund fünf Euro, Lieferung per Post. Rechtzeitig vor der Abreise bestellen, denn der Postweg braucht seine Zeit.


Stand: März 2026. Wir halten euch auf dem Laufenden, sobald das französische Parlament tatsächlich eine endgültige Entscheidung trifft.

Merci à Guide de Motos motorradreisefuehrer pour les informations transmises.

ALLA SCOPERTA DEL VIETNAM DEL NORD

ALLA SCOPERTA DEL VIETNAM DEL NORD

Se chiudo gli occhi e ripenso al viaggio appena trascorso nel Nord del Vietnam, la prima immagine che mi viene alla mente sono le mani dei bambini che cercano un “cinque” mentre passiamo in moto, un saluto veloce lungo le strade sterrate che attraversano i villaggi di montagna.

Se chiudo gli occhi, rivedo i contadini curvi nelle risaie e le donne delle etnie Hmong, Tay e Yao vestite dei loro abiti colorati che sembrano accendere di luce il verde profondo delle vallate.

Se chiudo gli occhi, sento ancora i 1300 chilometri percorsi lungo il confine con la Cina. Strade tortuose che si arrampicano sui passi, villaggi isolati e un orizzonte che prende forma dietro ogni singola curva.

Se chiudo gli occhi, mi tornano in mente le nostre piccole e vissute Honda XR150. Ci hanno portato ovunque, tra bagarre e staccate stile MotoGP su asfalto e qualche passaggio di enduro rigorosamente “inventato”, trasformando ogni chilometro in un sorriso stampato sotto il casco.

Se chiudo gli occhi, rivedo la maestosità della natura: le curiose montagne tondeggianti, quasi a “pan di zucchero”, sparse all’orizzonte come onde di pietra. E ripenso al cibo: semplice, essenziale, a tratti una sfida per il palato ma sempre capace di sorprendere per la sua genuinità.

Se apro gli occhi, penso che è andato tutto bene ed è stato un bel viaggio. Insieme ai miei compagni di avventura ho condiviso un’esperienza intensa. Abbiamo conosciuto un paese capace di catapultarti indietro nel tempo, dove la felicità sembra ancora fatta di piccole, preziosissime cose.