Grödner Joch – Sperrung für alle Fahrzeuge ab Herbst 2026?

Grödner Joch – Sperrung für alle Fahrzeuge ab Herbst 2026?





Wir haben schon öfter darüber berichtet, nun wird perspektivisch die gesamte Sella Ronda, nicht nur für Motorradfahrer, betroffen sein: Was sich aktuell rund um das Grödnerjoch abzeichnet, ist mehr als eine lokale Verkehrsmaßnahme – es ist ein Signal für einen tiefgreifenden Wandel im Umgang mit alpinen Verkehrs- und Naturräumen.

In den Gemeinderatssitzungen im Grödnertal wird gerade Grundlegendes diskutiert, wie man mit dem überbordenden Verkehr auf der Sellaronda umgeht. Im Fokus ist einer der zentralen Sehnsuchtsorte des alpinen Motorradtourismus: den Passo Gardena, besser bekannt als Grödnerjoch.

Die geplante Sperrung betrifft alle motorisierten Fahrzeuge – Pkw, Motorräder, Wohnmobile und sonstige Fahrzeuge. Ausgenommen sind lediglich Anlieger, Übernachtungsgäste der Betriebe am Joch, Lieferanten und der ÖPNV.

Der Pass auf 2.121 Metern Höhe, verbindendes Element zwischen Wolkenstein und Corvara, ist weit mehr als nur eine Straße über einen Berg. Er ist Teil der Sella Ronda, jener Rundtour um die Sellagruppe, die seit Jahrzehnten als eine der eindrucksvollsten Motorradstrecken Europas gilt. Wer hier unterwegs ist, fährt nicht einfach nur eine Passstraße, sondern ein Stück kollektives Tourengedächtnis. Genau dieses Herzstück steht nun zur Disposition.

Einrichtung einer „außerstädtischen verkehrsberuhigten Zone » am Grödner Joch

Die Pläne, die derzeit diskutiert werden, folgen einem Muster, das man aus anderen Alpenregionen bereits kennt. An stark frequentierten Tagen, insbesondere in den Sommermonaten Juli und August, soll das Grödnerjoch für Motorräder gesperrt werden. Ergänzend dazu stehen Modelle im Raum, die den Zugang über Kontingente regeln – wer fahren will, muss sich registrieren und ein Zeitfenster buchen. Vergleichbare Ansätze wurden bereits an anderen Pässen getestet, etwa am Stilfser Joch oder am Pordoijoch. Was dort als Pilotprojekt begann, entwickelte sich schrittweise zu immer restriktiveren Regelungen.

Wir haben diese Entwicklungen in den vergangenen Jahren mehrfach begleitet und dokumentiert. Es schien abzusehen, dass etwas passieren müsste. Die Begründung für die geplanten Maßnahmen ist ebenso bekannt wie wirksam: Lärm, Emissionen und Überlastung. Tatsächlich zeigen Verkehrszählungen des Landes Südtirol, dass sich die Zahl der Motorräder in den vergangenen zehn Jahren deutlich erhöht hat. An Spitzentagen bewegen sich zwischen 1.200 und 1.800 Maschinen über das Grödnerjoch. Was sich in Zahlen nüchtern liest, entfaltet vor Ort eine ganz andere Wirkung. In den engen Tälern der Dolomiten addiert sich nicht einfach nur Verkehr – er potenziert sich akustisch. Der einzelne Motor, der für sich genommen kaum problematisch erscheint, wird im Verband zur dauerhaften Geräuschkulisse. Für Anwohner bedeutet das nicht punktuelle Störung, sondern eine Art Dauerzustand.

Der Zeitplan im Überblick

19. März 2026: Grundsatzbeschluss Wolkenstein Gemeinderat stimmt einstimmig für „außerstädtische verkehrsberuhigte Zone ». Politisches Signal, noch kein Rechtsakt.
1. September 2026: Beginn der Testphase Sperrung für alle Motorfahrzeuge (außer Anlieger, Übernachtungsgäste am Joch, Lieferanten, ÖPNV). Weitere Gemeinden – u. a. Corvara und St. Christina – sollen folgen.
1. Februar 2027: Ende der Testphase Die Testphase ist auf fünf Monate angelegt. Danach sollen die Ergebnisse ausgewertet werden.
Ab Mitte Mai 2027: Geplante Saisonsperre Bei positivem Ergebnis: Dauerhafte Sperre von Mitte Mai bis Mitte Oktober – also die gesamte Hauptsaison für Motorrad- und Autoreisende.

Genau hier beginnt der Teil der Debatte, den man nicht einfach beiseiteschieben kann. Die Dolomiten sind kein beliebiger Verkehrsraum, sondern ein sensibler Naturraum, vielfach geschützt und Teil des UNESCO-Welterbes. Wer hier unterwegs ist, bewegt sich nicht nur durch Landschaft, sondern durch ein ökologisch fragiles System. Lärm wirkt in solchen Räumen anders als im urbanen Kontext. Er trägt weiter, hallt länger nach und beeinflusst nicht nur Menschen, sondern auch Tierwelt und Erholungsqualität.

Und dennoch greift es zu kurz, das Motorrad allein zum Problem zu erklären. Denn der Verkehr, der sich im Sommer durch die Dolomiten schiebt, besteht nicht nur aus Zweirädern. Autos, SUVs, Camper, Reisebusse und zunehmend auch Fahrradtourismus beanspruchen denselben Raum. Das eigentliche Problem ist nicht das einzelne Verkehrsmittel, sondern die Gleichzeitigkeit aller. Das Grödnerjoch ist längst an einem Punkt angekommen, an dem es nicht mehr um einzelne Verursacher geht, sondern um Systemüberlastung.

Genau deshalb sind pauschale Fahrverbote ein zweischneidiges Instrument. Sie setzen ein sichtbares Signal, lösen aber das zugrunde liegende Problem nur bedingt. Verkehr verschwindet nicht, er verlagert sich. Was am Grödnerjoch reduziert wird, taucht mit hoher Wahrscheinlichkeit in benachbarten Tälern wieder auf. Gleichzeitig entsteht eine Schieflage in der Wahrnehmung: Motorräder werden reguliert, weil sie hörbar sind, während andere Verkehrsträger, die flächenmäßig und mengenmäßig oft stärker ins Gewicht fallen, weniger im Fokus stehen.

Die entscheidende Frage ist deshalb nicht, ob reguliert werden muss – das steht angesichts der Belastung außer Zweifel. Die Frage ist, wie. Andere Regionen haben gezeigt, dass differenziertere Ansätze funktionieren können: gezielte Lärmkontrollen, die wirklich laute Fahrzeuge aus dem Verkehr ziehen, intelligente Verkehrslenkung an Spitzentagen oder zeitlich begrenzte Einschränkungen statt flächendeckender Verbote. Solche Maßnahmen greifen dort an, wo das Problem entsteht, ohne gleich ganze Nutzergruppen auszuschließen.

Für den Motorradtourismus steht dabei mehr auf dem Spiel als nur eine weitere gesperrte Strecke. Das Grödnerjoch ist kein isolierter Pass, sondern integraler Bestandteil eines Systems. Fällt er weg, verliert die Sella Ronda ihren Charakter. Die verbleibenden Pässe werden zu Fragmenten einer Route, die nur im Zusammenspiel ihre Faszination entfaltet. Gleichzeitig darf man nicht ausblenden, dass der Motorradtourismus selbst Teil der Entwicklung ist. Routenempfehlungen, mediale Präsenz und die wachsende Beliebtheit alpiner Strecken haben dazu beigetragen, genau jene Konzentrationen zu erzeugen, die jetzt zum Problem werden.

So betrachtet ist die Debatte um das Grödnerjoch mehr als eine Auseinandersetzung über ein Fahrverbot. Sie ist ein Beispiel dafür, wie sich Nutzung und Schutz in stark frequentierten Naturräumen neu austarieren müssen. Die Zeiten, in denen man solche Konflikte mit einfachem „dafür“ oder „dagegen“ beantworten konnte, sind vorbei.

Was bleibt, ist eine unbequeme, aber notwendige Erkenntnis: Wenn der alpine Raum langfristig erhalten werden soll, wird es Einschränkungen geben müssen. Die Herausforderung besteht darin, diese so zu gestalten, dass sie wirksam sind, ohne unverhältnismäßig zu werden. Genau daran wird sich entscheiden, ob das Grödnerjoch ein weiteres Symbol für pauschale Verbote wird – oder ein Beispiel dafür, dass differenzierte Lösungen möglich sind.

Fakten zum Grödnerjoch

Höhe: 2.121 m ü. NN

Verbindung: St. Christina (Val Gardena) ↔ Corvara (Alta Badia)

Charakteristik: 17 Serpentinen auf der Ostseite, breit und gut ausgebaut. Ganzjährig ca. April bis November befahrbar.

Bedeutung: Bestandteil der legendären Sella Ronda, dem Rundkurs um die Sellagruppe über vier Pässe (Grödner, Campolongo, Pordoi, Sella).

Durchschnittlicher Motorradverkehr (Hochsommer): Laut Zählung Land Südtirol 2023 ca. 1.200–1.800 Krafträder/Tag. An Spitzentagen passieren bis zu 11.000 Fahrzeuge die Passstraße. Der Anteil von Motorrädern liegt je nach Saison bei bis zu 30 Prozent.

Status 2025: Unter Beobachtung stehen auch die Alternativrouten

→ Würzjoch (Passo delle Erbe, 2.006 m)

→ Valparola-Pass (2.168 m)

→ Campolongo-Pass (1.875 m)

→ Sellajoch via Canazei

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Zapfsäule im Kriegsgebiet

Zapfsäule im Kriegsgebiet

Aktuelle Lage:  Fragiler Waffenstillstand zwischen USA & Iran – Straße von Hormus weiterhin kritisch – Benzinpreise auf Rekordhoch

  • 🇮🇹 Italien

    ~1,55 €

  • 🇪🇸 Spanien

    1,57 €

  • 🇨🇭 Schweiz

    ~1,68 €

  • 🇦🇹 Österreich

    ~1,95 €

  • 🇩🇪 Deutschland

    ~2,12 €

Die Steuerkaskade: Warum Deutschland strukturell versagt

Wer in Deutschland tankt, zahlt nicht einfach für Kraftstoff. Er zahlt für eine historisch gewachsene Abgabenkonstruktion, die in ihrer Dichte in Europa fast einzigartig ist: Energiesteuer (65,45 Cent/Liter, fix), CO₂-Abgabe (55 Euro/Tonne), und dann – als besonders makabres Detail – 19 Prozent Mehrwertsteuer auf den Gesamtbetrag einschließlich der bereits eingerechneten Energiesteuer. Der Staat kassiert also Steuer auf seine eigene Steuer. Das Ergebnis: Rund 60 bis 65 Prozent des Preises an der Zapfsäule gehen direkt an den Fiskus.

In Spanien liegt dieser Anteil unter 50 Prozent, in der Schweiz noch deutlich darunter. Und doch: Obwohl die Preisstruktur in Deutschland bekannt ist, obwohl das Bundeskartellamt seit Jahren auf oligopolistische Preissetzung durch die vier Großanbieter – Aral/BP, Shell, Esso, TotalEnergies – hinweist, passiert strukturell nichts.

Italien senkt vorübergehend und sofort die Mineralölsteuer auf Benzin und Diesel, mit dem Ziel, die Preise um 25 Cent pro Liter zu drücken (zunächst bis 1. Mai 26). Zusätzlich wurde ein Anti-Spekulations-Mechanismus eingeführt.

Preisbestandteile Super E10 in Deutschland (ca. 2,12 €/l)

🛢️ Rohöl & Raffinierung: ca. 0,55 € (~26 %)

⛽ Energiesteuer: 0,6545 € (~31 %)

🌿 CO₂-Abgabe: ca. 0,15 € (~7 %)

🔁 Mehrwertsteuer (19 %): ca. 0,34 € (~16 %)

📊 Händlermarge & Logistik: ca. 0,14 € (~7 %)

📌 Sonstiges (Biokraftstoff, Abgaben): ca. 0,09 € (~4 %)

Was andere Länder anders – und besser – machen

Spanien behandelt Spritpreise als sozialpolitisches Instrument. Die Regierung Sánchez setzte zeitweise direkte Tankrabatte für Bürger ein und hielt die Steuerbelastung auf Kraftstoffe strukturell niedriger. Österreich hat seit 2011 eine elegante Lösung: Preiserhöhungen dürfen nur einmal täglich um Mitternacht erfolgen, Senkungen jederzeit. Das bremst die spekulativen Preispeaks an Wochenenden – in Deutschland die teuersten Tanktage.

Wie ein Aprilscherz mutet die deutsche Lösung an: Am 1. April 2026 hat Deutschland – endlich, spät, halbherzig – eine der österreichischen Vereinbarung ähnliche Regel eingeführt: Preiserhöhungen sind nur noch einmal täglich um 12 Uhr mittags erlaubt. Senken dürfen Tankstellen jederzeit. Was das dem Verbraucher bringen soll, bleibt schleierhaft und wurde nicht erklärt. Strukturelle Probleme werden nicht gelöst: die fehlende Preisobergrenze, die unzureichende Regulierungskompetenz gegenüber dem Oligopol.

Deutschland hat ein Kartellamt ohne Biss, eine Markttransparenzstelle ohne Mandat und eine Wirtschaftspolitik, die den Begriff ‚Regulierung’ für verdächtig hält.

Katharina Reiche: Das Paradigma an der Macht

Katharina Reiche – CDU-Politikerin, ehemals Staatssekretärin im Umweltministerium, langjährige Lobbyistin in der Energiewirtschaft, Vorstandsvorsitzende des Verbands kommunaler Unternehmen – ist heute Bundeswirtschaftsministerin. Sie steht exemplarisch für ein Denken, das in der deutschen Wirtschaftspolitik Systemcharakter hat: die Überzeugung, dass Märkte sich selbst regulieren, wenn man sie lässt, und staatliche Preiseingriffe volkswirtschaftliche Sünden sind.

Diese Überzeugung hat einen realen Preis. Als im März 2026 der Ölpreis nach den US-israelischen Angriffen auf den Iran um über 30 Prozent stieg, reagierte Reiche mit der Freigabe nationaler Ölreserven – ein koordinierter Schritt mit den G7-Staaten auf Empfehlung der Internationalen Energieagentur. Das war notwendig und richtig. Aber es ist das Werkzeug der Krisenreaktion – kein Werkzeug der strukturellen Preispolitik.

Die tiefere Frage lautet: Warum braucht es einen Krieg im Persischen Golf, damit die deutsche Wirtschaftspolitik überhaupt ins Handeln kommt? Spanien, Frankreich, Österreich haben bewiesen, dass staatliche Eingriffe in Kraftstoffpreise möglich, legal und sozial wirksam sind. Deutschland diskutiert derweil über Marktmechanismen – und der Verbraucher zahlt die Differenz.

Der freie Markt schützt hier nicht den Verbraucher. Er schützt die Margen der Anbieter

Wie sich der Preis entwickeln wird

Die Lage ist ernst. Der Krieg rund um den Persischen Golf, der Ende Februar 2026 mit Angriffen der USA und Israels auf den Iran begann, hat sich zu einer weltweiten Energiekrise ausgeweitet: Binnen Tagen schnellte der Ölpreis um mehr als ein Drittel in die Höhe, Anfang April lag er gut 50 Prozent über Vorkriegsniveau.

Eine beispielhafte Tankfüllung mit 50 Litern Super kostete am 8. April 112 Euro – rund 24 Euro mehr als vor einem Jahr. Wer zweimal im Monat volltankt, zahlt damit fast 50 Euro mehr als 2025.

Das zentrale Nadelöhr: die Straße von Hormus. Die für den Transport von Öl und Gas strategisch bedeutsame Meerenge ist für den Großteil der Handelsschiffe de facto unpassierbar. Analysten warnen, dass eine erneute Eskalation die ohnehin fragile Versorgungslage weiter verschärfen könnte.

Sommer 2025

  • 12-tägiger Krieg Israel gegen Iran – erster Preisschock, Rohöl +13 %, anschließend Normalisierung
  • 28. Februar 2026: USA und Israel starten großangelegte Luftoffensive gegen iranische Atomanlagen – Ölpreis springt um 10 % innerhalb von Stunden
  • 11. März 2026: Bundeswirtschaftsministerin Reiche gibt nationale Ölreserven teilweise frei – koordiniert mit G7 und IEA
  • 1. April 2026: Neue Preisregel in Deutschland: Erhöhungen nur noch einmal täglich um 12 Uhr – Senkungen jederzeit erlaubt
  • April 2026: Fragile Waffenruhe zwischen USA und Iran – Märkte nervös, Straße von Hormus weiter kritisch, Ölpreis ~50 % über Vorkriegsniveau

Im gravierendsten Szenario – einer ernsthaften Störung der Straße von Hormus – könnten wiederkehrende Angriffe auf Infrastruktur oder Handelsschiffe die Preise dauerhaft hoch halten. Dies hätte direkte Folgen für die Inflation, da steigende Energiepreise weltweit Produktions- und Transportkosten erhöhen.

⚠ Geopolitischer Kontext – Krieg im Nahen Osten

Während in deutschen Talkshows über Cent-Beträge an der Zapfsäule gestritten wird, sterben im Iran Menschen unter israelischen und amerikanischen Bomben. Zudem sterben sie auch im Iran selbst unter dem Beschuss eines Regimes, das seine eigene Bevölkerung mit Revolutionsgarden und Repression in Schach hält.

Laut iranischen Behörden wurden seit Kriegsbeginn mehr als 100 Kulturstätten beschädigt, mindestens 120 Museen und historische Bauwerke erlitten schwere strukturelle Schäden. Menschenrechtsorganisationen berichten von Tausenden Toten in der Zivilbevölkerung.

Es ist grausam – das Wort ist nicht zu stark –, in dieser Lage eine Debatte zu führen, die Kraftstoff ausschließlich als Konsumgut behandelt. Die Preise an der Zapfsäule sind das ökonomische Echo eines militärischen Infernos.

Die moralische Leerstelle: Über Cent reden, während Menschen sterben

Der Krieg zwischen USA, Israel und dem Iran ist nicht nur eine geopolitische Krise. Er ist eine humanitäre Katastrophe. Seit dem 12-tägigen Krieg Israels gegen den Iran im Sommer 2025 hat sich die Wirtschaftskrise im Iran deutlich verschärft. Seit Ende Februar 2026 greifen die USA und Israel erneut Ziele im Iran an – dabei wurde auch das iranische Oberhaupt Ajatollah Ali Chamenei getötet.

Die Debatte über Benzinpreise in Deutschland findet fast vollständig ohne diese Dimension statt. Sie behandelt Kraftstoff als Konsumgut, dessen Preis optimiert werden soll. Sie behandelt nicht die Frage, was es bedeutet, dass ein erheblicher Teil der globalen Ölversorgung durch eine Region fließt, die gerade bombardiert wird. Und sie behandelt nicht die Menschen, die in dieser Region leben – und sterben.

Das ist kein Vorwurf an alle, die an der Zapfsäule rechnen. Für Pendler mit niedrigem Einkommen, für Familien ohne funktionierende Bahnverbindung, für Handwerker, die ihren Lieferwagen brauchen, sind 50 Euro mehr im Monat eine reale Belastung. Diese Menschen verdienen Sozialpolitik, keine Moralpredigten.

Aber die Debatte auf politischer Ebene – in Parlamenten, Talkshows, Parteiprogrammen – trägt Verantwortung dafür, den Zusammenhang zu benennen. In diesem Konflikt ist Öl nicht nur Kollateralschaden, sondern der Algorithmus, der die nächsten Schritte steuert. Die wirtschaftliche Kalkulation prägt das Handeln der USA, Irans, Chinas und der Golfstaaten – mehr als jedes militärische Ziel.

Wer heute in Deutschland über Benzinpreise redet, ohne diesen Zusammenhang zu benennen, betreibt eine Form der politischen Verdrängung. Und eine Wirtschaftspolitik, die sich – wie die von Katharina Reiche verkörperte – strukturell weigert, Preisregulierung als legitimes Instrument zu denken, leistet dieser Verdrängung Vorschub: Sie behandelt den Markt als Naturgesetz und die geopolitische Realität als exogenen Schock, für den man nichts kann.

Man kann. Investitionen in erneuerbare Energien, den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, die Beendigung fossiler Subventionen – das sind keine abstrakten Klimaschutzziele. Sie sind die einzige strukturelle Antwort auf eine Abhängigkeit, die uns jeden Nahost-Konflikt direkt an der Zapfsäule spüren lässt.


„Der billigste Liter Benzin ist der, den man nicht braucht. Die teuerste Energiepolitik ist die, die man zwanzig Jahre verschlafen hat – und die man jetzt im Krieg bezahlt. »

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Crit’Air-Vignette 2026 in Frankreich

Crit’Air-Vignette 2026 in Frankreich

Crit’Air-Plakette in Frankreich: Draufkleben und losfahren – wie lange noch?




Das kleine Rund mit der großen Wirkung wackelt politisch. Trotzdem: Wer in diesem Frühjahr nach Frankreich rollt, braucht die Plakette. Kein Wenn, kein Aber.

Manchmal wünscht man sich, politische Entscheidungen wären so zuverlässig wie ein gut eingefahrenes Fahrwerk. Beim Thema Crit’Air ist das leider nicht der Fall. Seit Monaten kursieren Meldungen, die Franzosen würden ihre Umweltzonen abschaffen – und damit auch das bunte Pickerl, das Motorradreisende seit 2017 in die Pflicht nimmt. Stimmt das? Halb. Das heißt: Nein.

Was in Paris gerade politisch läuft

Im Mai 2025 stimmte die Nationalversammlung erstmals für eine Abschaffung der ZFE – der Zones à Faibles Émissions – im Rahmen eines Wirtschaftsvereinfachungsgesetzes. Klingt nach Durchbruch. Ist es aber nicht, denn seither hängt das Vorhaben im parlamentarischen Betrieb fest? Eine endgültige Entscheidung gibt es bis heute nicht. Fazit aller Verkehrsclubs: Die Plakette ist weiterhin verpflichtend.

Selbst wenn das Gesetz kommt, drohen weitere Hürden: Der Verfassungsrat könnte die ZFE-Streichung noch kassieren, weil sie als Anhängsel in ein Wirtschaftsgesetz eingebaut wurde. Brüssel wiederum fragt bereits nach EU-Fördergeldern, die auf Basis der Umweltzonen geflossen sind.

Kurzversion für den Tourenstammtisch: Wer im Frühjahr 2026 in Richtung Provence, Seealpen oder Atlantikküste aufbricht, klebt die Plakette drauf und fertig.

Was die Vignette ist – und was nicht

Die Crit’Air gilt überall in Frankreich einheitlich – in den festen Umweltzonen ganzjährig, in den temporären Zonen (ZPA) nur bei ausgerufenem ‘Luftalarm’. Und Luftalarme wegen schlechter Luft können schnell kommen: im Rhônetal, in Ballungsräumen wie Grenoble oder Lyon, entlang mancher Autobahnen.

Für Motorräder gelten folgende Klassen: Crit’Air 1 (lila) für Euro-4-Maschinen ab 2017, Crit’Air 2 (gelb) für Euro 3 zwischen 2007 und 2016, Crit’Air 3 (orange) für Euro 2 von 2004 bis 2006, Crit’Air 4 für Maschinen ohne Norm zwischen 2000 und 2004. Wer mit einem Motorrad fährt, das vor Juni 2000 zugelassen wurde, bekommt gar keine Plakette – und darf damit entsprechend keine gesperrten Zonen befahren.

Pech für Bikes vor Baujahr 2000: oder doch Oldtimer?

Ältere Maschinen mit H-Kennzeichen stehen in einer rechtlichen Grauzone: Eine bundesweit gültige Ausnahmeregelung gibt es nicht, manche Kommunen tolerieren Oldtimer auf Antrag.


Das Bußgeld reist mit – europaweit

68 Euro kostet es, ohne oder mit falscher Plakette in einer Umweltzone erwischt zu werden. Mit Verwaltungsgebühren landet man schnell über der 70-Euro-Grenze – und die ist der Schwellenwert, ab dem das Knöllchen europaweit vollstreckbar wird. Wer also denkt, er fährt einfach durch und zahlt daheim nie: falsch gedacht.

Wo klebt das Ding am Motorrad?

Bei Motorrädern, Trikes und Quads ohne Windschutzscheibe muss die Plakette deutlich sichtbar an einem fest mit dem Fahrzeug verbundenen Teil angebracht werden. In der Praxis hat sich der rechte Gabelholm bewährt – oder bei Maschinen mit Scheibe die Innenseite eben dieser. Wer die Plakette schützen will: Eine transparente Selbstklebefolie darüber hält Regen und Fahrtwind zuverlässig fern.

Wo bestellen – und wo nicht

Finger weg von Drittanbietern im Netz, die die Plakette teuer weiterverkaufen. Die einzige offizielle Quelle ist **certificat-air.gouv.fr/de/** – auf Deutsch, für rund fünf Euro, Lieferung per Post. Rechtzeitig vor der Abreise bestellen, denn der Postweg braucht seine Zeit.


Stand: März 2026. Wir halten euch auf dem Laufenden, sobald das französische Parlament tatsächlich eine endgültige Entscheidung trifft.

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Ortlieb News: Seat-Bag QR & Duffle Lite

Ortlieb Duffle Lite – leichter, aber nicht leichtfertig

Der Duffle war unter Motorradreisenden schon lange gesetzt – als wasserdichte Expeditionstasche für den Gepäckträger oder den Rücken. Jetzt legt Ortlieb nach: Die neue Duffle Lite setzt auf deutlich leichteres PU-Gewebe statt des bisherigen PVC-beschichteten Polyesters, behält dabei aber den bewährten TI-ZIP-Reißverschluss und den Schutzgrad IP67. 40 oder 60 Liter Volumen, abnehmbare Schulterträger für den Rucksackbetrieb, Daisy Chains für zusätzliches Gepäck – das Prinzip bleibt das gleiche, das Gewicht sinkt spürbar. Ob der schlanke Stoff auf rauen Gepäckträgern oder beim Kontakt mit heißen Bauteilen genauso robust bleibt wie der Vorgänger, wird die Praxis zeigen. Im Sommer 2026 kommen weitere Ortlieb-Neuheiten, vor allem aber neue Materialien auf den Markt, die für Motorradtourer interessant sein könnten! Wir haben dazu noch einen umfangreichen Organizer erhalten und schauen, wofür der auf einer Motoradtour nützt. Das Material mach wie immer, einen robusten Eindruck.

Ortlieb Seat-Pack QR – schnell ran, schnell weg

Wer sein Fahrrad für Bikepacking-Etappen auf der Reise nutzt, kennt das Problem: Satteltaschen brauchen Zeit beim An- und Abbauen. Ortlieb adressiert das mit dem Seat-Pack QR und einem neuen Seat-Lock-System, bei dem zwei Haken direkt in die Sattelstreben einhaken – werkzeuglos, in Sekunden. Die 13-Liter-Tasche soll dabei stabiler sitzen als klassische Gurtsysteme und ist dank mitgeliefertem Adapter auch für Dropper-Posts geeignet. Die Taschen haben außerdem ein Rückschlagventil, mit dem man Luft aus der verschlossenen Tasche lassen kann. Das Rollverschluss-System schützt nach IP64, das Gewicht liegt bei 625 Gramm. Einschränkung: Carbon-Sattelstreben (Carbon Rails) und unrunde Schienen scheiden aus. Wer mehrere Räder nutzt oder die Tasche täglich ab- und aufbaut, dürfte das QR-System schätzen – alle anderen können beim günstigeren Standardmodell bleiben.

Ein Wermutstropfen bleibt: Am Dropper-Post gehen allerdings ca. 2,5 cm Hub verloren, weil eine Kunststoffschelle die Last hier abfangen muss.

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Unbedingt machen: Kfz Versicherung anrufen

Unbedingt machen: Kfz Versicherung anrufen


Kfz-Versicherung: Einfach nachfragen – und bis zu zwei Drittel sparen!




Warum treue Bestandskunden oft draufzahlen und was man dagegen tun kann

Die Wechselsaison bei Kfz-Versicherungen läuft auf Hochtouren. Bis zum 1. Dezember 2025 (der 30. November fällt auf einen Sonntag) muss die Kündigung beim alten Versicherer eingegangen sein. Doch bevor man sich in die Arbeit eines Versicherungswechsels stürzt, lohnt sich ein simpler Anruf bei der eigenen Versicherung. Kündigungsrecht hat man in der Regel nach einer Beitragserhöhung, einem Schadensfall (einen Monat), bei Fahrzeugwechsel oder Abmeldung.

Bestandskunden werden oft deutlich schlechter behandelt als Neukunden und müssen mit Beitragserhöhungen von über zehn Prozent rechnen, Versicherungsprofi, während im Neukundengeschäft die Preise teils sogar fallen. Die Versicherer setzen darauf, dass langjährige Kunden nicht aktiv werden – ein Kalkül, das leider häufig aufgeht.

Die SF-Klasse erreicht irgendwann ihr Maximum

Die meisten Versicherungen haben Schadenfreiheitsklassen von SF 1 bis maximal SF 50. Wer jahrzehntelang unfallfrei fährt, hat seine SF-Klasse längst ausgereizt. In den ersten Versicherungsjahren steigt der Rabatt rasch an – über 10 Prozent jährlich sind möglich. Der maximale SF-Rabatt beträgt 85 Prozent. Danach ist Schluss mit automatischen Verbesserungen. Die Versicherung freut sich über die Treue, während der Kunde Jahr für Jahr mehr zahlt.

Unser Praxistest: Zwei Drittel gespart – einfach durch Nachfragen

Wir haben es selbst ausprobiert: Ein höflicher Anruf bei der eigenen Versicherung mit der Bitte um Prüfung günstigerer Tarife brachte eine Reduktion um zwei Drittel. Kein Wechsel, kein Papierkram – nur die Frage: « Gibt es für mich einen günstigeren Tarif? »

Neukunden zahlen oft weniger als treue Altkunden. Bei einem Wechsel in einen neuen, günstigeren Tarif beim selben Versicherer müssen jedoch auch die eventuell abweichenden Leistungen dieses Tarifs beachtet werden. Viele Versicherer bieten Bestandskunden inzwischen die Möglichkeit, in aktuelle Neukundentarife zu wechseln. Man muss nur danach fragen.

Kosten Decken und Neukunden gewinnen — zu Lasten der Bestandskunden

Warum funktioniert das?

Die Versicherungsbranche kalkuliert mit der Passivität ihrer Kunden. Wer nicht kündigt, nicht nachfragt, nicht vergleicht, zahlt mehr. Die Preise in der Kfz-Versicherung sind nach Analysen seit 2022 rund 40 Prozent gestiegen. Die Versicherer müssen ihre Kosten decken – aber sie müssen auch Neukunden locken. Diese Neukundentarife stehen oft auch Bestandskunden offen.

Was kann man konkret tun?

Einfach anrufen: Bei der eigenen Versicherung nach günstigeren Tarifen fragen. Viele Versicherer bieten Tarifwechsel innerhalb des Hauses an. Unabhängige Vergleichsportale zeigen schnell das Einsparpotenzial. Falls die erste Anfrage abgewimmelt wird, höflich, aber bestimmt bleiben. Die Versicherung will treue Kunden nicht verlieren.
Außerdem kann man Zusatzoptionen prüfen: Fahrsicherheitstraining, niedrigere Kilometerleistung oder Werkstattbindung können zusätzliche Rabatte bringen.

Loyalität wird in der Versicherungsbranche leider nicht belohnt – im Gegenteil. Wer nicht aktiv wird, zahlt drauf. Ein einziger Anruf kann Hunderte Euro im Jahr sparen. Bei uns waren es sogar zwei Drittel des Zahlbetrages. Das Geld lässt sich deutlich besser in Treibstoff, neue Reifen oder die nächste Motorradtour investieren.

Daher empfehlen wir: Hörer in die Hand, nachfragen, sparen. Übrigens werden die Versicherungen in der Beratung der Altkunden nach Ablauf der Fristen (1. Dezember) erstmal wieder viel träger …

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Service: I-KFZ Dashboard

Service: I-KFZ Dashboard


i-Kfz: Digitale Zulassung – Motorradzulassungen & wo es noch hakt




Die internetbasierte Fahrzeugzulassung i-Kfz sollte den Behördengang ersetzen und die Anmeldung von Motorrädern und Autos vereinfachen. Seit Herbst 2023 sind digitale Vorgänge bundesweit Pflicht. Die Praxis zeigt jedoch: Für viele Motorradfahrer funktioniert das System je nach Wohnort noch immer nicht zuverlässig.

Was i-Kfz kann

i-Kfz ermöglicht die Online-Zulassung, Abmeldung oder Wiederzulassung von Motorrädern. Auch Saisonkennzeichen, Elektro- und Oldtimerkennzeichen lassen sich digital beantragen. Nach Abschluss kann ein Fahrzeug sofort genutzt werden, noch bevor die Dokumente per Post eintreffen. Die Kosten sind meist niedriger als am Schalter.

Voraussetzungen

Für Motorradhalter sind folgende Voraussetzungen zwingend:

  • Personalausweis oder eAT mit aktivierter Online-Ausweisfunktion (eID)

  • Zulassungsbescheinigung Teil I mit Sicherheitscode (in der Regel bei Dokumenten ab 2015/2018)

  • je nach Vorgang Zulassungsbescheinigung Teil II

  • eVB-Versicherungsnummer

  • Bankverbindung

  • Smartphone mit AusweisApp oder Kartenlesegerät

Fehlen Sicherheitscodes oder handelt es sich um ältere Motorräder mit alten Papieren, ist digitale Zulassung häufig nicht möglich.

Wie weit i-Kfz wirklich funktioniert

Bundesweit bieten noch immer mehrere Dutzend Kommunen den Online-Service gar nicht an. In diesen Regionen müssen Motorradbesitzer weiterhin persönlich zur Zulassungsstelle. Ursachen sind technische Probleme, nicht abgeschlossene Software-Anbindung oder fehlende personelle Kapazitäten.

Auch in Kommunen mit offizieller Teilnahme kommt es vor, dass einzelne Vorgänge blockiert sind – etwa wenn alte Fahrzeugdokumente nicht über die benötigten Sicherheitsmerkmale verfügen oder wenn Systeme kurzfristig deaktiviert werden, weil neue Vorgaben technisch nicht umgesetzt sind.

Beispiel Hannover

In der Region Hannover ist i-Kfz verfügbar und wird seit 2023 zunehmend genutzt. Auch Motorradfahrer können hier grundsätzlich online an-, ab- und wiederzulassen. Einschränkungen gelten jedoch weiterhin bei:

  • sehr alten Fahrzeugpapieren ohne Code

  • fehlender eID-Aktivierung

  • bestimmten Umschreibungen mit Halterwechsel

Wo diese Voraussetzungen nicht erfüllt sind, bleibt der Gang zur Behörde Pflicht.

Neue i-Kfz-App: digitaler Fahrzeugschein

Seit 2025 steht die i-Kfz-App bereit. Motorradfahrer können darin den digitalen Fahrzeugschein speichern und vorzeigen. Die App ersetzt die Papierform und erleichtert das Mitführen der Dokumente. Allerdings löst sie die grundlegenden Probleme der Online-Zulassung nicht – funktioniert ein Vorgang im Portal nicht, bleibt die App wirkungslos.

Wo es weiterhin nicht klappt

  • Kommunen ohne i-Kfz-Anbindung

  • Motorradpapiere ohne Sicherheitscodes (vor allem ältere Modelle)

  • Vorgänge, die einen Behördenkontakt erfordern, z. B. manche Halterwechsel

  • Vorübergehende Ausfälle, wenn Zulassungsstellen technische Vorgaben des Kraftfahrt-Bundesamtes umsetzen müssen

  • Nutzer ohne aktivierte eID-Funktion

Für viele Motorradfahrer bleibt i-Kfz damit ein Komfortangebot, das nur unter idealen Voraussetzungen funktioniert.

46 Kommunen ohne Online-Angebot

Stand Mitte Januar 2025 bieten 46 der insgesamt 411 Kreise in Deutschland den Online-Service nicht an, wie aktuelle Zahlen des Bundesverkehrsministeriums zeigen. Besonders in Sachsen-Anhalt hinkt die Digitalisierung hinterher: Kommunen wie das Jerichower Land, der Landkreis Wittenberg und die Stadt Halle haben das System noch nicht implementiert.

Immerhin: Die Zahl der säumigen Kommunen sinkt langsam. Im August 2024 waren es noch 53 Städte und Kreise ohne i-Kfz-Angebot.

Nutzung steigt nur langsam

Im Oktober 2024 wurden 152.000 Fahrzeuge per i-Kfz zugelassen, während am Schalter im selben Zeitraum zwei Millionen Vorgänge bearbeitet wurden. Die Digitalisierungsquote liegt bundesweit bei rund zwölf Prozent – ein überschaubarer Erfolg für ein System, das bereits seit 2015 schrittweise eingeführt wird.

Dabei variiert die Akzeptanz stark zwischen den Kommunen. Spitzenreiter ist Ingolstadt mit 59 Prozent digitalen Zulassungsvorgängen, gefolgt von Berlin mit knapp 32 Prozent und Erfurt mit rund 31 Prozent. In anderen Städten wie Steinburg, Sangershausen, Salzgitter und Bergisch Gladbach wurde trotz technischer Anbindung noch kein einziger Vorgang online abgewickelt.

zur i-Kfz App

Fazit

i-Kfz kann Abläufe vereinfachen und spart Zeit – vor allem für Motorradfahrer, die häufiger ab- und anmelden, Saisonkennzeichen nutzen oder Zweitfahrzeuge bewegen. Allerdings ist die digitale Zulassung in Deutschland weiterhin uneinheitlich. Regionale Unterschiede, technische Hürden und unvollständige Systemanbindungen sorgen dafür, dass i-Kfz trotz gesetzlicher Vorgabe nicht überall verlässlich funktioniert. Die tatsächliche Nutzbarkeit hängt stark von der eigenen Kommune und den Fahrzeugpapieren ab.

Für i-Kfz ist nicht das Alter des Motorrads, sondern das Ausstellungsdatum der Fahrzeugpapiere entscheidend.

Seit wann gibt es die Sicherheitscodes?

Damit gilt:

  • Motorräder, die vor 2015 zuletzt zugelassen wurden, haben in der Regel keine ZB I mit Sicherheitscodei-Kfz funktioniert nicht.

  • Motorräder, deren ZB II vor 2018 ausgestellt wurde, haben keinen passenden Sicherheitscode für Wiederzulassung/Umschreibungi-Kfz funktioniert nicht.

Typische Problemfälle:

  • Oldtimer / Youngtimer mit alten Papieren (z. B. Erstzulassung 1970er–2000er Jahre) → praktisch immer ausgeschlossen

  • Schlafende Fahrzeuge, die seit vielen Jahren abgemeldet sind → Papiere ohne Sicherheitscodes

  • Importfahrzeuge mit alten oder ausländischen Dokumenten

Wann ältere Motorräder trotzdem funktionieren können

Wenn ein Motorrad nach 2015 bzw. 2018 einmal neu zugelassen oder umgeschrieben wurde, hat es oft neue Papiere – dann ist i-Kfz möglich, auch wenn das Fahrzeug selbst alt ist.

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KTM 390 Adventure R & X

KTM 390 Adventure R & X



Im Prinzip warten wir darauf seit 2012. Damals wurden nach DAKAR Erfolgen der 450er ein bezahlbarer Ableger erwartet. KTM hat es nun geschafft, drei Varianten des überarbeiteten 390er-Motors auf unterschiedliche Felgen zu stellen. Die Enduro R-Version ist eine Mischung aus R und X, läuft auf den Speichenfelgen, hat aber typischerweise einen kleineren Tank.

Merkmal Adventure R Adventure X
Einsatzfokus Geländetauglich, Off‑road Straßen­tauglich, lower budget
Räder 21″ vorne, 18″ hinten, Speichenräder, Mitas E07+ (ridermagazine.com) 19″ vorne, 17″ hinten, Gussräder, Straßenreifen (Apollo oder MRF)
Federung (WP Apex) 43 mm offen, 230 mm Federweg, 30‑klick vorne, 20‑klick Dämpfung hinten 43 mm nicht einstellbar, 200 mm Federweg, Heck‑Preload 10‑Stufen
Sitzhöhe 870 mm (34,2″) 825 mm (32,4″)
Display 5″ TFT-Farbdisplay mit Bluetooth, Schalterbeleuchtung 5″ LCD-Display (teils TFT in Indien)
Lenker Aluminiumlenker, verstellbare Bremshebel Stahllenker, keine Hebelverstellung
Elektronik Rain-Modus, Schräglagen-TC, Cornering-ABS, Launch Control Street und Off‑road Modi, ABS, keine Schräglagen‑TC
Preis (UVP, USA) Gesamtkosten um 7.794 € 5.799 € UVP, + 495 € Nebenkosten, Enduro R: 6.800 €

Die Motorräder werden von KTM-Partner Bajaj Auto gefertigt, konkret im Werk in Chakan (Pune) unter Lizenz von KTM.  Entwickelt wurden die Modelle in Österreich. Doch was ist anders als an den vorhergehenden KTM 390er-Motoren?

Neben den alten Abgasnormen erfüllt der 390er-Motor samt Abgasanlage jetzt die europäische Euro 5+ Norm und leistet 44 PS, der Motor ist etwas leichter geworden als der bisherige LC4c Motor. Die Anti-Hopping-Kupplung (Slipper) wurde neu abgestimmt, die Motoraufhängung modifiziert, da der neu konstruierte Motorträger nun wieder eine tragende Funktion im Rahmen übernimmt. Auffällig ist auch der kurze Auspuff, der schon in der Mitte des Motorrades endet. Das verbessere die Emissionskontrolle und bringe den Schwerpunkt weiter nach unten, so die Entwickler.

Das Fahrwerk lässt sich, ohne es gefahren zu haben, natürlich nicht bewerten. KTM verbaut Bodenständiges in der X-Version, die ja auch auf kleineren 19″ & 17″Gussfelgen rollt. Ebenso wie die Elektropakete, die die beiden Mini-Adventure-Tourer unterscheiden.

Warum also könnten Adventure und Enduro R ein Erfolgsmodell werden? Zum einen, weil sie günstiger produziert werden und den Preisdruck auf die Marke etwas bremsen. Andere fragen sich, welchen Sinn ein Motorrad macht, das zwar genauso schwer ist wie die KTM und Husqvarna Modelle 690 / 701, aber nur die halbe Leistung hat. Der Blick auf die Preise der 160 kg leichten (LC4 mit 74 PS). Die liegen bei 12 bis 13.000 €. Und manchmal auch darüber, wie in Österreich.

Wir sind sehr gespannt auf das Handling und den Gebrauchswert der Modelle und wünschen der KTM Belegschaft, dass sich die Wogen um die Insolvenz wider glätten.

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Gardetta und Ligurische: Via del Sale Öffnungen 2025

Gardetta und Ligurische: Via del Sale Öffnungen 2025





Mit der Gardetta-Hochebene und der Maria-Stura Kammstraße sieht es dieses Jahr schlecht aus. Die zuständigen Kommunen Canosio, Marmora, Castelmagno, Demonte und Sambuco haben ein altes Verbot von 2021 bekräftigt und werden die saisonalen Sperrungen nicht mehr aufheben: Ab sofort gilt eine Zona di Protezione Speciale (ZPS) nach den europäischen Natura 2000 Regelungen und damit ein totales Durchfahrtsverbot zwischen dem Colle del Preit von der Marmora aus und dem Colle Margherina sowie dem Laghetto Meja – Colle d’Ancoccia. Das bedeutet, dass man von beiden Seiten auf die Ebene heranfahren kann, aber um die Runde zu schließen, den Weg über den einsamen Colle d’Esiscie nehmen muss.

Auf der Ligurischen Grenzkammstraße hingegen geht es Mitte Juni los, und zwar ab der Mautstelle Limone Piemonte. Sie ist ab dem 21. Juni 2025, ab 11:30 Uhr geöffnet. Früher geht das schon Monesi oder Briga Alta, wo.Die.Wetterbedingungen günstiger eingeschätzt werden. Hier scheint die Öffnung schon am Samstag, dem 14. Juni möglich zu sein (45 Tickets pro Tag). Die 15 Euro Tickets für Motorräder für Briga Alta sind aktuell nur über www.briga.info buchbar.

Mit Einschränkungen wegen Erdruscharbeiten ist besonder.im.Bereich über Limone Piemontenzu rechnen. Aus Sicherheitsgründen wurden neue Ampeln installiert, um die Überquerung motorisierter Fahrzeuge im engsten und gefährlichsten Teil der Strecke zwischen Perla und Boaria zu vermeiden.

  • Gründauer: 10 Minuten
  • Rotdauer: 50 Minuten

Aktivierungszeiten der Ampel:

Richtung Monesi-Limone: Grünlicht stündlich ab 9:00 Uhr aktiv.
Limone-Monesi: Grünlicht stündlich ab 8:30 Uhr aktiv.

Fahrzeit: 20 Minuten max. zwischen den Ampeln.

Ampelposition:
Limone-Seite: am Ende des Abstiegs la Perle.
Nähe Colle Boaria: an der Casermatte. Von Montag bis Freitag: Zugang nur für Fußgänger und Radfahrer.
Samstag und Sonntag: Die Straße ist unbeschadet etwaiger Baustellenprobleme auch für motorisierte Fahrzeuge geöffnet.

Wir vermuten, das nach der Baustellenbeseitigung wieder zur Dienstag und Donnerstag Regel (nur diese Tage Auto- und Motorradfrei) übergegangen wird.

Weitere Regelungen:

– Montag bis Freitag: Nur Fußgänger und Radfahrer zugelassen (wegen Sicherungsarbeiten nach Erdrutsch).
– Samstag und Sonntag: Straße auch für Fahrzeuge geöffnet, sofern keine Bauprobleme bestehen.
– Von Briga Alta kommend: Fahrzeuge müssen unter der Woche am Rifugio Don Barbera halten (keine Weiterfahrt, außer am Wochenende).
– Online-Tickets: Ab 9. Juni auf www.altaviadelsale.com erhältlich.

– Sonntag, 22. Juni: anlässlich des Radrennens Granfondo Via del Sale gelten folgende Beschränkungen:

  • Zugang Colle di Tenda ab 11:30 Uhr
  • Alta Via del Sale befahrbar ab 14:00 Uhr
  • Infos über Conitours +39.0171.696206 – info@cuneoalps.it – www.altaviadelsale.com

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Solar – Benzin – Zapfsäule

Solar – Benzin – Zapfsäule

Wir fragen uns, ob die Mobilitätswende so vorankommen kann. Und ob das Argument des günstigen Stromes noch wirksam ist.

Preise an öffentlichen Ladesäulen 2025

Wer mit dem Elektromotorrad auf Tour geht, kommt um die öffentlichen Ladesäulen nicht herum. Die Preise sind 2025 allerdings deutlich gestiegen. Bei Aral etwa kostet die Kilowattstunde (kWh) jetzt 0,54 € an AC-Ladesäulen, an DC-Schnellladern sogar 0,59–0,69 € pro kWh. Auch andere Anbieter verlangen zwischen 0,49 € und 0,55 € pro kWh (AC). Für Gelegenheitslader oder auf Reisen ist das die Realität. Viele E-Scooter und Bikes, die wir getestet haben, sind sogar Schuko-Lader, das heißt sie müssen an einer normalen Steckdose langsam geladen werden. Auf den ersten Blick wird klar: Wer seinen Strom alleine erzeugt, der fährt günstig und schadstoffarm. Aber ist das beim Tanken an der Ladesäule auch noch so? Der Vorsprung schmilzt.

Laden an der heimischen Wallbox mit Solaranlage

Wer eine Photovoltaikanlage auf dem Dach hat, kann sein E-Motorrad viel günstiger laden. Die sogenannten Gestehungskosten – also das, was eine selbst erzeugte Kilowattstunde Solarstrom wirklich kostet – liegen laut Fraunhofer-Institut 2024 im Schnitt bei etwa 11 ct/kWh. Das ist ein Bruchteil der öffentlichen Preise. Selbst wenn man den Haushaltsstrompreis von rund 35 bis 41 ct/kWh ansetzt (also ohne eigenen Solarstrom), ist das Laden zu Hause günstiger als unterwegs.

Was kostet 100 km mit Strom – und was mit Benzin?

Gehen wir von einem typischen Verbrauch eines Elektromotorrads von 8 kWh/100 km aus (realistischer Wert für viele Modelle):

Kostenvergleich: Strom vs. Benzin

Ladesituation Preis pro kWh Kosten pro 100 km (bei 8 kWh/100 km) Kosten pro 100 km (bei 10 kWh/100 km)
Öffentliche AC-Ladesäule 0,54 € 4,32 € 5,40 €
Öffentliche DC-Schnelllader 0,59–0,69 € 4,72–5,52 € 5,90–6,90 €
Wallbox mit Netzstrom 0,41 € 3,28 € 4,10 €
Wallbox mit Solarstrom (Eigenverbrauch) 0,11 € 0,88 € 1,10 €
Benzin (4 l/100 km, 1,68 €/l) 1,68 € 6,72 €

Energiegehalt: Wie weit kommt man mit 1 kWh Strom im Vergleich zu 1 Liter Benzin?

Der große Vorteil des Elektromotorrads liegt im deutlich besseren Wirkungsgrad: Während beim Verbrenner der Großteil der Energie als Wärme verloren geht, wird beim E-Motor der Strom fast vollständig in Vortrieb umgesetzt56. Deshalb ist der reale Verbrauch pro 100 km beim E-Motorrad trotz niedrigerem Energieinhalt pro „Tankfüllung“ deutlich geringer.

  • 1 Liter Benzin enthält etwa 8,5–10 kWh Energie.

  • Der Verbrennungsmotor hat einen Wirkungsgrad von rund 20 %, der Elektromotor von über 90 %.

  • Mit 1 Liter Benzin (10 kWh Energieinhalt) fährt ein Motorrad mit 4 l/100 km-Verbrauch etwa 25 km.

  • Ein Elektromotorrad braucht für 25 km (bei 8 kWh/100 km) nur 2 kWh Strom. Man braucht also bei einem Motorrad, das 4l/100 km/h, mit dem Stromer ungefähr nur 2 kWh als Äquivalent zu einem Liter Benzin. Rechnerisch kommt es jetzt für den Vergleich auf die Erzeugungskosten des Stroms an. Sie Tabelle.

Zum Vergleich: Ein Benzinmotorrad mit 4 l/100 km und einem Preis von 1,68 €/l (Stand Mai 2025) kostet für 100 km etwa 6,72 €.

1 Liter Benzin (10 kWh) reicht für 25 km beim Verbrenner (4 l/100 km).
1 kWh Strom reicht beim Elektromotorrad (8 kWh/100 km) für etwa 12,5 km.

Bewertung und Fazit

  • Öffentliche Ladesäule: Das Laden unterwegs ist günstiger als Benzin, aber der Preisvorteil schmilzt. Wer viel reist, zahlt für 100 km mit dem E-Motorrad rund 4,50–5,50 €, beim Verbrenner sind es ca. 6,72 €.

  • Wallbox zu Hause: Mit Netzstrom spart man noch deutlicher (ca. 3,30 €/100 km), mit eigenem Solarstrom fährt man unschlagbar günstig (unter 1 €/100 km).

  • Investition Solaranlage: Die Anschaffungskosten für eine PV-Anlage mit Wallbox sind hoch (10.000–20.000 €), rechnen sich aber über die Jahre durch die niedrigen Betriebskosten und den Umweltvorteil.

Wer zu Hause laden kann, fährt mit dem Elektromotorrad deutlich günstiger als mit Benzin – vor allem mit eigener Solaranlage. An öffentlichen Ladesäulen bleibt der Preisvorteil gegenüber dem Verbrenner zwar erhalten, ist aber nicht mehr so groß wie früher. Für Vielfahrer und Touren bleibt das E-Motorrad dennoch eine interessante und zunehmend nachhaltige Alternative.

Kurz gesagt:
Mit dem eigenen Solarstrom fährt das E-Motorrad unschlagbar günstig. An der öffentlichen Ladesäule ist es immer noch günstiger als Benzin – aber die Preisschere schließt sich. Wer die Möglichkeit zum Heimladen hat, spart am meisten und fährt am umweltfreundlichsten. Vorausgesetzt, der Strom ist umweltfreundlich hergestellt, muss nicht weit transportiert werden und stammt nicht aus Kohleverstromung.

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Vango Zelte: Airbeam

Vango Zelte: Airbeam


Zelte zum Aufblasen


Kein Gestänge, eine Pumpe, das war es. Stangenbruch gibt es nicht mehr, Ersatzschläuche sind lieferbar. Der Nachteil: etwas mehr Gewicht. Damit verlässt man mit dem einen oder anderen Zelte den Bereich des Motorradtransports, für mache ist es aber ein Segen in Zeiten von elektrischen Kompressoren und Hängertransport von Bike und Home.

Die Rede ist von den preisgünstigen Zelten der Marke Vanko (UK).

Vango Teepee Air 400 (4 Personen)

Das Vango Teepee Air 400 ist nicht nur ein Hingucker auf jedem Campingplatz, sondern auch erstaunlich einfach aufzubauen. Dank der AirBeam-Technologie steht es in wenigen Minuten, ohne dass man auch als Neuling sich mit komplizierten Gestängen herumärgern muss. Wie gut die Pumpe ist, werden wir noch sehen.

Innen bietet das Teepee Air 400 genügend Platz für eine kleine Familie im Vorzelt fast noch für ein Bike. Das Design ist optisch ansprechend, und auch einigermaßen gut belüftet. Das Vango Teepee Air 400 soll trotz der hohen Bauweise relativ verwindungssteif sein und eben auch dem widrigen Wetter trotzen können. Als Familienzelt ist für stationäre Aufenthalte geeignet und bietet auch im Vorzeltbereich üppig Platz.

Vango Classic Air 300: Der Camping-Klassiker ‘in aufgeblasen’

Das Vango Classic Air 300 ist ein 3-Personen-Zelt, das traditionelle Design mit moderner AirBeam-Technologie kombiniert. Das bedeutet: blitzschneller Aufbau und ein stabiles Zuhause für spontane Campingausflüge.

Mit seinen Abmessungen bietet das Classic Air 300 ausreichend Platz für drei Personen und ihr Gepäck. Das Zelt ist durchdacht konstruiert, mit guter Belüftung und genügend Stauraum für Ausrüstung. Das robuste Material hält Wind und Wetter stand, sodass du auch bei widrigen Bedingungen trocken und geschützt bleibst. Mit einem Packmaß von 70 × 25 × 25 cm und einem Gewicht von 8 kg ist es zwar kein Ultraleichtgewicht, aber für den Komfort (165 cm Standhöhe innen) und die Benutzerfreundlichkeit nimmt man das gerne in Kauf. Vorteile: schneller, sicherer Aufbau, Komfort, robustes Campingzelt. Wer werden bei der Verarbeitung genauer hinschauen und berichten.

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